Maria steyer
SKULPTUR
Artist Statement
Im Zentrum meiner Arbeit steht das unsichtbare Zusammenspiel zwischenmenschlicher Begegnungen. Mit den Händen greife ich das Wortlose auf – das Geschehen zwischen den Zeilen – und übersetze es in körperliche Gestalt. Ausgehend von prägenden persönlichen Erfahrungen, insbesondere der ersten Bindungserfahrung, abstrahiere ich individuelle Empfindungen in universelle, archetypische Formen.
Meine Plastiken verhandeln Macht und Ohnmacht, Nähe und Distanz, das Vertraute und das plötzlich Unheimliche. Ich interessiere mich für jene Schwellenmomente, in denen Sicherheit abrupt in Bedrohung umschlägt. In dieser Ambivalenz werden meine Arbeiten zu Symptomen unseres Zeitgeschehens: Einem Zustand, in dem sich Geborgenheit und Ausgeliefertsein ständig überlagern.
Der Werkstoff Ton ist dabei meine essenzielle Verbindung zur Welt. Aus der Erde schaffe ich Beständiges, das intuitiv und emotional bildhauerische Fragen stellt. Meine Arbeiten sind narrative Setzungen, die den Betrachter einladen, das diffuse Unbehagen unserer Zeit in eine physische Form zu übersetzen.
Maria Steyer studiert an der UdK Berlin in der Klasse von Karsten Konrad.
BIOgrafie
*in Schwedt lebt und arbeitet in Berlin.
Studium der Bildenden Kunst an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Valérie Favre und Prof. Karsten Konrad.
Ausstellungen
„Hibernation“ (Duo), Bananaglobal, Berlin, 2026
„Circumnavigate“ (Gruppe), B-Part, Berlin, 2026
„Hard heart“ (Gruppe), Grafisches Zentrum, Berlin, 2023
„/WieViele“ (Gruppe), Feldfünf, Berlin, 2022
„In difficult times“ (Gruppe), Künstlerhaus Bethanien, Berlin, 2021
„Weiße Beschränkung“ (Gruppe), La Chaufferie, Straßburg, 2016